Gemüsekisten bei der Tafel in Flensburg

Hunger mindern

UN-Ziel 2 – Kein Hunger

Icon für das Ziel 2 – kein Hunger

 

Viele Lions Clubs fördern die Tafeln sowie Projekte des Kinderschutzbunds, um bedürftigen Menschen in Deutschland zu helfen. Des Weiteren bündeln die Lions ihre Kräfte in internationalen Hilfsprojekten, z.B. in der Katastrophenhilfe.

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Gegen den Hunger in Deutschland und der Welt

PDG Thomas Guse und weitere Lionsfreunde verteilen warme Suppe und Brötchen an Obdachlose

Hunger und Armut sind eng miteinander verbunden. Zwar verhindert das deutsche Sozialsystem, dass Menschen in unserem Land verhungern, aber Armut ist durchaus in vielfältiger Weise vorhanden.

Vielleicht kann die Eine oder der Andere nach den Einschränkungen der Lockdowns während der Corona-Pandemie besser nachvollziehen was es heißt, sich dauerhaft keine Reise, keinen Besuch einer Kulturveranstaltung, eines Tierparks oder eines Restaurants leisten zu können. Wie es ist, die meiste Zeit des Tages in ggf. beengten Wohnverhältnissen zu verbringen und sich zu beschäftigen. Nur mit dem Notwendigsten am Existenzminimum zu leben, gar Kinder unter diesen Rahmenbedingungen aufwachsen zu sehen, belastet sehr.

Lions helfen vielseitig, um Hunger und Armut zu lindern.

Zwei Lions-Freundinnen haben eine Vielzahl an Weihnachtspäckchen gemeinsam verpackt.

Bildung ist der Schlüssel zu einer gesicherten Erwerbstätigkeit und damit ein nachhaltiger Weg zur langfristigen Armutsbekämpfung. Kurzfristige Hilfen erfolgen direkter, z.B. durch Unterstützung der Angebote des Kinderschutzbundes, von Obdachlosentreffs und Flüchtlingshilfe sowie der Tafeln in der jeweiligen Region. Kleiderspenden, das Ausrichtung von Adventsfeiern, Wunschbaum-Aktionen oder das Packen von Weihnachtsgeschenken für Bedürftige erfolgen ebenfalls vielerorts.

Das Kochmobil ist ein Autoanhänger eines Jugendzentrums. Es sieht wie ein Verkaufsstand auf dem Wochenmarkt mit eingebauter Küche aus und ist mobil einsetzbar.

Dabei variieren die Zielrichtungen der einzelnen Projekte, die Lions Clubs unterstützen. Ob

  • „Eine warme Mahlzeit am Tag“,

  • interkulturelles oder Frauen-Frühstück,

  • gesunde Ernährung für Kinder,

  • Kochmobil,

  • urbanes Gardening,

  • Gärtnern mit Kindern,

alle Hilfsangebote haben auch immer eine soziale Komponente.

Präsentation der Pfandspenden-Box im Edeka-Markt in Silberstedt

Durch die Kontakte und Gespräche in den Treffpunkten entsteht ein Vertrauensverhältnis, so dass häufig eine ergänzende Hilfestellung in anderer Weise, wie z.B. Kleidung, Wohnungssuche oder Gewaltprävention, geleistet werden kann. Ebenso bereitet die Finanzierung eines gemeinsamen Tagesausflugs oder einer Familienfreizeit sehr viel Freude und lässt für ein paar Stunden Existenzsorgen verblassen.

Bei vielen Lebensmittelhändlern sind Spendenboxen für soziale Zwecke an Automaten zur Rückgabe von Pfandflaschen angebracht. Pfandbons werden zu Gunsten regionaler Vereine, der Tafeln in Deutschland oder eines Lions Club, wie z.B. in Schleswig, gesammelt.

Lionsmitglieder des Lions Club Angeln übergeben 2016 ein Kühlfahrzeug an die Söruper Tafel

Viele Lions Clubs unterstützen die Tafel in ihrer Region, die einen wichtigen Beitrag gegen Hunger, Armut und Lebensmittelverschwendung leistet. Weil die Zahl der kühlpflichtigen Produkte immer weiter zunimmt, ist ein Kühlfahrzeug zur Einhaltung der Kühlkette und damit zur Sicherstellung der Lebensmittelhygiene für die Tafeln vielerorts erforderlich. Gerade im ländlichen Raum und in kleineren Städten können selten so viele Spendengelder gesammelt werden, um ein solch teures Fahrzeug zu erwerben, selbst wenn Autohäuser den gemeinnützigen Einrichtungen mit dem Preis entgegenkommen. Die Söruper Tafel erhielt beim Kauf eines Kühlfahrzeugs 2016 u.a. die finanzielle Unterstützung des Lions Clubs Angelns, der Stiftung Life und des Unternehmens Lidl, das mittlerweile in rund 3.200 Filialen Pfandautomaten mit dem Pfandspendenknopf zu Gunsten des Bundesverband Deutsche Tafel e.V. ausgestattet hat.

Der weltweite Kampf gegen den Hunger

Wirkt in mehrfacher Hinsicht nachhaltig:

 Ziel 1 – Keine Armut

Die verschiedenen Lebensbedingungen zwischen dem globalen Süden und den europäischen Ländern fördert den Wunsch nach Flucht und Migration trotz aller Gefahren für Leib und Leben. Aber auch innerhalb der westlichen Staaten geht die soziale Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Die Tafeln bieten bedürftigen Menschen eine Möglichkeit, mit ihrem geringen Einkommen ein bisschen besser auszukommen. Kinder- und Altersarmut sind Tatsachen vor denen wir die Augen nicht verschließen dürfen. Das lange Zeit weit verbreitete Lebensmodell der westlichen Bundesländer, in denen Ehefrauen nicht arbeiten sollten sondern sich viele Jahre der Kindererziehung widmeten, erhöhen das Armutsrisiko.

 Ziel 2 – Kein Hunger

Zwar sorgt das Sozialsystem in Deutschland dafür, dass niemand wie in Ländern des Globalen Südens (ver)hungern muss, trotzdem gibt es auch bei uns Menschen, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Dies kann vielfältige Gründe haben, z.B. eine Tätigkeit im Niedriglohnsektor, steigende Kosten für Wohnraum, Scheidung, unternehmerisches Scheitern, finanzielle Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Tod von Ehepartner:in, etc.. Vielfach sind es die geringverdienenden Familien und Alleinerziehende bei denen das Monatseinkommen nicht zur Deckung aller Bedürfnisse ausreicht. Obdachlose haben selten die Möglichkeit, jeden Tag eine warme Mahlzeit zu erhalten.

 Ziel 3 – Gesundheit

Regelmäßiges Essen von guten Nahrungsmitteln, insbesondere viel Gemüse, ist der Schlüssel für Gesundheit, Diabetesprävention und Virenabwehr.

 Ziel 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Regelmäßig werden in Deutschland viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum in absehbarer Zeit abläuft oder Frischware in ihrer Glanzzeit keine:n Käufer:in gefunden hatte. Die Rettung dieser Lebensmittel durch die über 900 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland ist daher ein direkter Beitrag zum nachhaltigen Konsum und Verbrauch von Überproduktionen.

 Ziel 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Die Nutzer:innen der Tafeln oder ähnlicher Initiativen leisten direkte Beiträge gegen Lebensmittelverschwendung, zur Reduzierung von Abfällen und damit zum Klimaschutz. Die bei Herstellung und Transport entstandenen CO2-Emissionen sind durch den Verbrauch von schwer- oder unverkäuflichen Waren nicht vergeudet. Auf die ansonsten notwendige Entsorgung des zumeist ungetrennten Mülls (Lebensmittel und Verpackung) würden sinnlos weitere Emissionen entfallen, was erneut die Umwelt belastet würde.